Nasspalette: Braucht man eine Wet Palette für Miniaturen wirklich?

Eine Nasspalette ist kein magischer Skill-Booster. Sie löst aber ein sehr konkretes Problem: Acrylfarbe trocknet auf einer normalen Palette oft schneller als auf dem Modell. Wer Farben verdünnt, mischt oder mehrere Modelle am Stück bemalt, merkt den Unterschied ziemlich schnell.

Was macht eine Nasspalette?

Unter einem durchlässigen Palettenpapier liegt ein feuchter Schwamm. Wasser hält die Farbe von unten länger verarbeitbar, ohne dass sie in einer Pfütze schwimmt. Das ist besonders praktisch für Warpaints Fanatic und andere klassische Acrylfarben.

The Army Painter beschreibt die Wet Palette genau für diesen Zweck: Farben länger feucht halten, mischen und Übergänge über längere Zeit kontrollieren.

Wann lohnt sie sich?

  • Layering und Kantenhighlights: Deine verdünnte Farbe bleibt länger in derselben Konsistenz.
  • Flexible Triads: Zwischen zwei oder drei Farbstufen kannst du direkt Mischfarben anlegen. Mehr dazu im Guide zu Flexible Triads.
  • Batchpainting: Wenn zehn Schulterpanzer denselben Ton bekommen, musst du nicht alle paar Minuten neu anmischen.
  • Haut, Stoff und weiche Übergänge: Mehrere Nuancen bleiben gleichzeitig verfügbar.

Wann brauchst du keine?

Für Speedpaint, Washes, Metallics direkt aus der Flasche oder einen einzelnen kleinen Reparaturpunkt ist eine normale Palette oft unkomplizierter. Auch extrem dünne Mischungen können auf einer Nasspalette durch zusätzliche Feuchtigkeit unerwünscht weiter verdünnen.

Wet Palette richtig vorbereiten

  1. Schwamm vollständig mit sauberem Wasser tränken.
  2. Überschüssiges Wasser so weit entfernen, dass der Schwamm nass bleibt, aber nichts frei herumschwimmt.
  3. Hydro Sheet flach auflegen und vollständig anfeuchten lassen.
  4. Farbe daraufgeben und erst dort auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Das Papier ist Verbrauchsmaterial, der Schwamm nicht. Reinige die Palette regelmäßig – eine Nasspalette soll Farben konservieren, keine neue Zivilisation gründen.

Welche Nasspalette?

Für normale Miniaturen reicht eine kompakte Palette. Wer viele Farben parallel mischt, profitiert von mehr Fläche.

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Nasspalette oder einfach Wasser?

Beides. Die Palette hält die Farbe länger offen; sie ersetzt nicht das kontrollierte Verdünnen mit Wasser oder Medium. Wie du die richtige Konsistenz findest, steht im Guide zum Verdünnen von Miniaturenfarben.

FAQ

Kann Speedpaint auf die Nasspalette?

Technisch ja, praktisch selten sinnvoll. Speedpaint ist bereits für ein spezielles Fließverhalten formuliert und profitiert meist nicht davon, zusätzlich Wasser aus der Palette aufzunehmen.

Kann ich Farbe über Nacht auf der Nasspalette lassen?

Oft bleibt sie länger nutzbar, aber Konsistenz und Trennung können sich verändern. Vor dem Weiterarbeiten immer prüfen und neu mischen.

Quelle

The Army Painter: How to Prepare and Use a Wet Palette

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